Es war einmal an einem unerwartet sonnigen Samstag. Meine Reise begann in Boswil (bei Bünzen). Ja ich war da bei Freunden und wollte eigentlich nur Ferienhalber eine Telefonrechnung... aber weil ich keinen Akku mehr hatte, konnte ich dieses Telefongespräch zum Glück nicht führen und verpassten zum Glücklicher meinen Zug nicht. (Achtung: Der erste Abschnitt bedingt Ces Keiser zu kennen).

 

Ja, ich fuhr hin mit dem Zug und kam mit einem Auto zurück. Das liegt wahrscheinlich an meinen polnischen Vorfahren (obwohl vor uns gar niemand fuhr?). Der Zug zugte mich nach Zurich. Vollbepackt mit tollen Sachen, die das NQ-Leben schöner machen, hinein ins NQ-Feeling! In Zurich leistete mir Da Heeeeer Gesellschaft und die Gesellschaft duldete uns aber nicht. Im Gegenteil, wir haben es sogar geschafft, dass ein alter Mann von uns wegsass! Dabei haben wir doch nur still und heimlich Geburtstag gefeiert. Natürlich nicht unser Geburtstag, aber seit Facebook gibt es ja jeden Tag iiirgendeinen Geburtstag zu feiern. Alles Gute Zibung, noch nachträglich!

 

Und plötzlich kamen wir an! Nervös und voller Tatendrang stürmten wir aus dem Zug und suchten den Bus, der uns zu unseren Gspöndli fahren sollte. Der Buschauffeur war gerade in der Pause und sonnte sich in einer Seelenruhe vor seinem Gefährt. Er machte nicht den Anschein bald losfahren zu gedenken und unser Tatendrang tat und drängte uns zu laufen. Ja "laufen", die altmodische Fortbewegung, wo die Beine mehr als nur ein Pedal drücken müssen. Es war eigentlich nicht weit, aber mit Umweg und Gepäck halt schon.

 

 

Noch bevor wir überhaupt die Unterkunft oder das Festgelände zu Auge bekamen, trafen wir schon unsere sinkenden Gugge-Gspöndli im Restaurant Titanic an. Das gemütliche Dahinsinken war eine angenehme Vorbereitung auf den bevorstehenden Absturz. Ein paar Küsschen und ein paar Bierchen später ging es schon los. Eigentlich wollten wir vor der Busfahrt ja noch die Unterkunft beziehen, aber das ist gar nicht so einfach ohne Schlüssel! Wir improvisierten und machten uns auf den Weg, damit wir den Bus nicht verpassen. Und da gab es gleich noch mehr zu küssen - wir sind ja soooo viele :-)

 

Zusatzprogramm - Konstanz

Die grossen Instrumente (Blockflöte, Triangel ect.)  wurden in den Anhänger geladen, ein paar Pack-Man's wurden auf den Ellbogen gemalt (sieht lustig aus, wenn man den Ellbogen bewegt...) und schon verteilten sich die Note.Quetscher auf zwei Busse, Büsse? Bussis? Natürlich teilten wir uns nach unseren Geschlechtern auf die Busse auf. Auf so was wird in unserer religiösen Musikgruppe streng geachtet. Die Busfahrt habe ich irgendwie heiss in Erinnerung... und auch heiss war der Busschofför, er heizte uns richtig ein und machte uns mit dem schönen Berner-Oberland vertraut, oder wo waren wir schon wieder? Carina hatte, warum auch immer, noch diverse Eintritt-Armbändeli von einem vergangenen Anlass mit dabei... und so wurde aus einem Arm, ein zu verwechseln ähnliches Abbild von Wolfgang-Petris Arm erstellt. Verblüffend. Foto fehlt - Phantasie gefragt!

 

 

Nach gar nicht allzu viel Zeit kamen wir schon in Kreuzlingen (slang: X-Town) an, schnappten uns unsere Instrumente und marschierten unauffällig unauffälig über die Grenze. So eine grosse Guggenmusik, habe ich noch nie über die Grenze geschmuggelt, ich glaub es hat niemand gemerkt!

 

In Deutschland suchten wir uns dann eine schöne grüne Wiese, packten unsere Picknick-Körbe aus und begannen zu essen... nein Moment, wir spielten uns darauf ein. Schon bald lockten wir mit unseren wohlfühl-Klängen einige Interessenten an und ernteten bereits fürs Einspielen den ersten Applaus. Und spätestens dann war es wieder da, das Wir-Gefühl, das NQ-Feeling und die Vorfreude auf alles was noch geschehen wird pünktli pünktli pünktli

 

 

Als Tambi-Rolf dann zufrieden war mit unserem Geblase, ging es auch schon los... ab nach Konstanz (oder waren wir schon da?) um da die Oktober-Fest Besucher musikalisch zu beglücken. Optisch passten wir ja schon ganz gut :-)

 

Mein persönliches Highlight war der Umzug durch Konstanz, obschon es ja gar keinen Umzug gab, eben nur uns und wir sind viele :-) Wir marschierten einfach mit 80-Mann/Frau und Rhythmus durch dieses entzückende Städtlein und hatten Spass.

 

 

Sousis so weit das Auge reicht! Und die Thriller-Choreo klappte noch, also ob wir sie erst Gestern einstudiert hätten :-)

 

 

Auf dem Schild steht: "Die Asis da hinten sind meine Freunde". Ich weiss auch nicht, wie Amore dazu kommt, so ein Schild zu tragen!? Tss...

 

 

Neben dem umzugen und dem gegenseitigen schöntrinken machten wir auch noch ein paar Auftritte, an irgendwelchen bekannten Plätzen.

 

Höchstwahrscheinlich kommen wir alle nicht in den Himmel, da wir mit unserem himmlischen Gespiele, das konstanzer Glockenspiel übertönten! Das Glockenspiel wollte und wollte nicht aufhören, was sollten wir schon tun? Auf jeden Fall hat unsere Entscheidung einem Passanten überhaupt nicht gepasst und das wurde während dem Spiel dem Tambi-Rolf auch gleich so mitgeteilt :-) Aber die Kirche hat bald darauf klein bei gegeben... das sollte sie vielleicht öfter tun :-) Wir haben auf jeden Fall extra hoch gespielt, damit wir näher bei Gott sind.

 

 

Die Rückfahrt nach Amriswil war nicht minder lustig und die Vorfreude auf den bevorstehenden Abend stieg an. Wer auch immer dieses Konstanz-Zusatzprogramm angerissen hat, der hat genau das richtige getan! Das war einfach genial und die Organisation hat super geklappt, Kompliment!

 

Schälläfäscht

Als erstes fiel mir am Fest auf, dass es sehr hell war. Es erinnerte schon fast so an ein Oktoberfest. Später störte mich das nicht mehr... entweder es hat sich dann geändert, oder ich sah es halt nicht mehr so genau... kann ich nicht mehr sagen :-)

 

Durch den Abend führte, mit seinem äusserst sympathischen Dialekt, dieser Herr:

 

 

Und "Die Lauser" unterhielten uns musikalisch immer dann, wenn sie eben nicht von einer Guggenmusik übertönt wurden :-) Sie waren sehr unterhaltsam und beherrschten verschiedenste Instrumente... ich glaub sie hätten gute Chancen, falls sie sich bei uns Bewerben würden.

 

 

Sie hatten übrigens etwas an unter den Röcken, das haben wir vorsichtshalber überprüft! Sicher ist sicher!

 

 

Der erste Show-Act waren die Bieranjas. Was für ein Auftritt! Sie haben Stimmung gemacht, eine Show geboten fürs Ohr und fürs Auge. Genial!

 

 

 

 

Danach waren schon wir an der Reihe!

 

 

Instrument schnappen, Grind/Maske/Larve aufsetzten und los gehts :-) Hier ein paar Eindrücke vom Auftritt:

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Auftritt hat Spass gemacht, wie immer... :-) Das Publikum hatte Spass und Freude an uns verrücktem Haufen und wir hatten Freude am Spielen und an uns und überhaupt :-) Und auch nach dem hundertsten Mal (ja, ich übertreibe), bekommt man noch immer während dem Spielen Hühnerhaut, von dem was um einem herum abgeht. Es ist unbeschreiblich.

 

Und wenn es vorbei ist, ist es immer auch ein bisschen traurig, weil man weiss, dass es wieder ziemlich lange gehen wird, bis zum nächsten Mal... :-/

 

Später sagte jemand zu mir, dass wir so sympathisch rüber kommen, gerade weil wir so ein wild zusammengewürfelter Haufen sind. Und ich denke das stimmt ;-)

 

 

 

 

Etwas geordneter und aufgeräumter, ja fast militärisch, ging es dann mit dem nächsten Auftritt weiter. Auch sie haben uns begeistert, die Schotte Clique.

 

 

Und kurz vor Mitternacht war dann soweit: Die Jubiläumsshow der Glöggli Clique:

 

 

Die Show überzeugte! Sie hatten Tschiiirliiiders! Sie hatten Feuer, sie hatten einen roten Faden, Videos, eine Elektrogitarre... einfach ein Highlight nach dem Anderen :-) Sehr unterhaltend... auch der Dialekt :-) Grosses Kompliment!

 

 

 

 

Hier ein Auszug aus der Show zum 35. Jubiläum der Glöggli Clique Amriswil:

 

 

 

mia

 

Die späteren Stunden... Somsi-Perspektive :-)

So, da mir Mia die unfassbar schwere Aufgabe erteilt hat, die späteren Stunden ein wenig in Worte zu fassen, versuch ich das mal. Da fangen schon die Probleme an SPÄTERE Stunden und WENIG Worte, Erinnerungen und Worte? Was ist das ?

Also nachdem Die letzten Gwagglis in der Halle Ihren Krach voll ins Mikro lärmten (haben die überhaupt gesungen? ) starteten ein paar wenige Quetscher eine absolut geniale Boloniäse,mit hüpfen,rennen, gwagglen, einkreisen, auf bänke,über Bänke und so weiter… Wir schafften es tatsächlich auf SAAAAGENHAFTE 10 Teilnehmer. Danke! Wir machen uns ja gerne zum Affen!

 

 

Na gut gehen wir halt runter in die Kafistube.. Ein Driink hier, ein Drink da.. Ohh hallo Freeebeee..lange nicht gesehen, geplapper hier geplapper da..Doch Dummes gschnorr von Nq’s überragten meist ;-) Plötzlich beehrten uns die Bieranjas mit wohlwollenden Klängen und man machte fröhlich mit. Als diese leider fertig musifiziert haben , setzten wir uns zu den restlichen Nq’s an den randvollen Tisch.. Und damit meine ich nicht nur den Tisch und die Gläser.. chchch… Es wurde fröhlich Hiimbeerychopfwesautüüürwyyaberglichlecker ,Lutz und Zwätschgewasser getrunken. Letzteres war eine Notlösung da die Glögglifrösch keinen Tee auftreiben konnten ;)

 

 

Die Stimmung wurde von Minute zu Minute gelassener , man trällerte, sang und gab sonstige komische Töne von sich ,Danach stellte wohl oder übel jemand fest, dass an den Pfosten Maiskolben-deko klebte. Dass änderte sich aber rassig schnell , man kennt sie ja unsere Quetscherli’s… ;-) Es wurde gemalt und gebastelt, geklebt und improvisiert. Bis man ein waschechtes Mais-poppe-theater hatte. Nach kurzer Zeit wurden diese aber auch schon recht langweilig und sie mussten arg leiden. Die Braunen Maiskolbenhaare (oder wie heisst das Gmüesgfotz?) wurden kurzerhand entfernt und für sich selbst als Schnuiiz, AXEL und Schamhaare miss-braucht. Ebenfals sehr interessant war die SeifenblasenPistole die tatsächlich Seifenblasenblasen ausspuckte und auf dem Haarschopf einer Dame zu einem lustigen Turm heranwuchsen. Daneben wurde noch gefotoshootet und Bechertürme gebaut, die zur Not dann auch mit klebeband an der Decke befestigt wurde. Wahrscheinlich reichte das Augenmass nicht mehr um stabile und gerade Türme zu bauen ;)

 

Nach weiteren zwei drei Drinks kamen dann auch schon bald die Damen und Herren der Security und wollten die Quetschergemeinde los werden. Nun weit gefehlt mein lieber Freund… Alle kriegst du NIE! Die schwachen nimmts zuerst.. die wurden dann auch brav „entfernt“ und nach draussen geleitet. Selber schuld… Ich meinte dann zum grössten : „Martiiiiiin, jetzt semmer met dene Iheimische Glögglifrösch am diskutiere,etz chasch eus ned usegheie!!!!“ Ich erntete übergrosse Kuh-glubschaugen und die Frage woher Ich denn weiss wie er heisse.. Naja ich weiss halt eben alles, so bin ich!! ;-) Daraufhin verschwand er mitsamt seiner hübschen Kolegin und wir hatten wieder Ruhe… Gut so…

 

Man sass den noch weiterhin da, trank noch eins, und noch eins und noooch eins. Führten zwischendurch schnell selber die Bar, dass passte uns wunderbar und wir restlichen 3,4,5 vergassen folglich die Zeit ;)

 

Warum auch immer beschlossen 2 Damen (Name der Redaktion bekannt .. hihihi) schnell ins Instrumentendepot zu gehen. Und was fanden sie da? Genau … ein schlafender Bieranja… Irgendwoher hatten die zwei gehört : schlafende anzumalen sei „no rächt loschtig“ Guuuut… grüüner Kringelschnauz und Rootes Bärtchen… fertig war das Kunstwerk.. schön!

 

Soo langsam Schnauze voll wir suchen mal den weg nach draussen.. Huch da warens nur noch 3 und es Seicht grad abe. Ein graus.. Zu guter Glüück steht da ein riiiesiger Swizzly Sonnenschirm rum.. Sauschwär de Cheib.. aber egal… Die Drei torkelten langsam aber glücklich zur Turnhalle.


Diese lag im Dunkeln, bloss der nette security der uns freundlich begrüsste war da und amüsierte sich wohl ein wenig ab uns… Jetzt noch schlafen ?Nee bestimmt nicht.. .Schnell Zeugs gepackt und das Frauenpower Duo gesellte sich wieder in die Kafistobe und trafen auf einen weiteren NQ und den Schnauzigen Bieranja..Dort gab es dann von 4 letzten Glögglis noch Kafi und Gipfeli und noch mehr .. Dummes Geschwätz. Wooobiiii dummes Geschwätz von uns? Eigentlich unmöglich!


um Halb 9 in Amriswil bat man uns dann doch in das nächstgelegene Cafe zu gehen. Gesagt getan… Wir müssen durch den Moooonsuuuun.. Läck seicht das… Da gab es dann die berühmte Vorzugsbutter und noch haufenweise Gelächter, bis man sich dann zum Röschtiplausch und dann endlich endlich auf den Heimweg begab…


Schöön wars… :-D

 

Somsi

 

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