Es ist äusserst risikobehaftet, ein Neumitglied den Bericht über das NOTE.Quetscher-Weekend schreiben zu lassen, da es von Tuten und vor allem vom Blasen keinen blassen Dunst hat. Er ist zwar ein äusserst charmanter und verdammt gut aussehender Posaunengott – ein Bild von einem Mann (im 16:9 Format) – aber die Tinte hat er nicht im Blut, eher auf dem Keyboard. Er benützt auch Tipp-Ex am Bildschirm, wenn ehr ein Schreibf    .ler macht. So viel zu diesem Dan Brown für Arme.

Die Emser Palast-Tätscher aus Hohemems/A riefen zum Frühlingsfasching/27. Internationales Monsterkonzert und lockten die Quetscherlis in das wunderschöne Vorarlberg, welches ja bekannterweise via Volksabstimmung zur Schweiz wollte. Daraus wurde ja leider nix.

Im Vorfeld zur Veranstaltung wurden die Quetscher dazu angehalten, keine Spickzettel anzufertigen, sondern das gewaltige Repertoire doch bitteschön auswendig zu lernen. Unser äussert beliebter Tambourmajor (ja, er hat einen Namen, aber wen juckts? Den Schreiberling sicher nicht), machte aber bei seiner Amore eine Ausnahme, wie sie aus dem Nähkästchen plauderte. Nachdem er ihr zuhörte (oder zuhören musste), meinte er, sie solle doch mit Spickzettel musizieren – das ist doch noch eine wahrhafte Liebesbezeugung, oder!?

Item, die Quetscher trafen am Samstag am Mittag na-dis-na vor dem Ökihof in Hohenems (O-Ton Tambi, dessen Namen nie ausgesprochen wird) ein. Trotz der Tatsache, dass sie sich erst vor zwei Wochen das letzte Mal an der Probe gesehen hatten, wurde wieder geherzt und gescherzt. Wiedersehen macht Freu(n)de. Dass Latzhosen und NQ-T-Shirt nicht das Sujet «Buur de Suisse» wiedergeben, haben sich die allermeisten zu Herzen genommen und die Dirndl erfreuten die Herzen der Männerwelt. Ausser Amore, die war so mit Ihren Spickzetteln beschäftigt, dass sie ihr Outfit genau nach dem No-Go-Prinzip trug. «Jä no, me cha ned emmer gwönne» (aber emmer Verlüüre esch au Scheisse).

 

Da unser Tambi (Nam@los), nichts dem Zufall überlassen wollte, mussten wir uns natürlich vor dem kilometerlangen Marsch zum Schlossplatz, mental und vor allem spielerisch einstimmen. Anhand seiner Gesichtsakrobatik konnte man federleicht erkennen, ob es dem feinen Herren passt oder nicht (Was nicht passt wird passend gemacht). Darunter durfte natürlich das Formations-Laufen nicht fehlen. Es erwies sich, dass sich die Quetscher eine Aufmerksamkeitsspanne eines Steins haben: Reni – sorry, der namenlose Tambi - musste quasi alle 78 Leute von Hand (oder Fusstritt) einreihen. Auf dem Königsplatz erwartete (nicht nur) uns das fasnachtsverrückte Publikum. Unfassbar, es ist April, aber nein, man tut Fasching. Kann man machen. Nachdem die Quetscher endlich auf der Bühne Platz fanden, sah man wieder wie nahe der Tambi am Wasser gebaut ist. Er ist halt schon ein sehr zart besaitetes Geschöpf. Zu seiner Verteidigung muss man aber erwähnen, dass es für ein Arrangeur immer ein emotionales Erlebnis ist, sein Kind das erste Mal live aufzuführen. Und Creep ist halt schon ein ganz geiles Stück, gell Jens!

Das Gerücht, dass ein Posaunist während des Auftritts von der Bühne kletterte, das WC besuchte und dann mit breitem Grinsen die Bühne wieder erkrallte und die letzten Töne von Loco in Acapulco mitspielte, hält sich hartnäckig. Alles erstunken und erlogen! So dreist kann niemand sein.

Nach dem Schlossplatz ging’s auf in das Tennis.Event.Center. Die Palasttätscher liessen sich nicht lumpen und hatten für die Akteure und die Gäste eine coole Party aus dem Boden gestampft. Erstaunlich, dass es in Österreich nicht so was wie SUVA gibt und Dezibel-Grenzwerte vorgibt – zumindest hat man vor Ort nichts davon gesehen, respektive gehört – aber wen kümmerts. Waaas? WEN KÜMMMERTS!!!!! Unser 10 Uhr-Auftritt fand dann um 11 Uhr statt. Die Partyhölle war voll (der Moderator wahrscheinlich auch, hehehehe) und die Quetscher waren so richtig geil auf den Gig. Die Freude nochmals das Volk aus den Socken zu hauen, war ihnen ins Gesicht geschrieben. Es machte unglaublichen Spass mit den Leuten die Party zu rocken.

Mia gefiel es so gut, dass sie am Festende freiwillig bei der Putzequipe mitmachte. Es gibt also Schlimmeres als ihr zuzuschauen – zum Beispiel als die Halle bodenrein war und so ein Trottel nochmals eine Konfetti-Kanone zündete. Unglaublich unverschämt so was – aber er ist ja sooo charmant und soooo gut aussehend. Auch das ist unglaublich.

Jedes geile Fest ist mal zu Ende. Wohl oder übel verzogen sich die Quetscherlis ins Massenlager, in den Ökihof oder auf ein Liegebett beim Cinema-Center.

Der Sonntag startete schon mal mit eitel Sonnenschein. Nachdem die Mägen der schwer verdaulichen Quetscherlis mehr oder weniger gefüllt waren, fuhren sie in die Cashpoint Arena. Die NOTE.Quetscher durften als musizierende Cheerleaders den Damen-Fussballmatch zwischen der Spielgemeinschaft Cashpoint SCRA/FFCV und FC Südburgenland agieren. Unsere Altach-Mädels gaben sich gegen ihre Gegnerinnen keiner Blösse bloss und dominierten den Tabellenletzten nach Strich und Faden. Spielzüge, die aus der Verteidigung raus von Vanessa Gajdek ins Mittelfeld zu Rieke Tietz bis zum Sturmspitze von Tatjana Baliceva ausgeführt wurden, waren ein Augenschmaus. Während der Spielpause versuchten die Quetscher die Südburgenländerinnen nochmals ein bisschen mit feiner Musik zu trösten. Aber es kam, wie es kommen musste. Sie verliessen nach einer 1:7-Klatsche händeringend und kopfhängend die Fussball-Arena. Die NOTE.Quetscher feierten dann ihren Kantersieg mit einem musikalischen Aufguss und Schlussbouquet. Mit diesem Erfolg im Gepäck fuhren wir wieder zurück zum Ökihof wo wir das wirkliche letzte Abschluss-Schlussbouquet zündeten.



Es war einmal mehr eine ganz geiles Weekend. Besten lieben Dank Föhn & Co. für die Organisation, danke allen Quetscherlis für die super Zeit mit euch und wir sehen uns in Herbst wieder. Wir freuen uns jetzt schon wie kleine Karnickel drauf.

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