Bevor der langersehnte Herbst-Auftritt der Note.Quetscher ansteht, dürfen wir natürlich nicht vergessen was im Frühling geschehen ist: Schweizermeisterschaft die Dritte!
 
Die diesjährige Schweizermeisterschaft war die Dritte für die Note.Quetscher, denn nun ist es also tatsächlich schon neun Jahre her, als eine Handvoll „guggemusig.ch-Forümler“ den folgenschweren Einfall hatten für die erste (offizielle) Guggen Schweizermeisterschaft zum Spass eine Guggemusig zu gründen. Damals, im März 2006, sind also zum ersten Mal etwa 100 Quetscher mit Car und Auto nach Martigny verfrachtet worden und haben im Dachstock eines Hotels an einem Freitag-Abend nochmals alle Stücke gespielt, welche zuvor an nur einer (!) Gesamtprobe einstudiert worden sind. Beim z’Nacht wurden wir von der damaligen Bündner Fraktion verwöhnt, in der Bar gab es Kartonschachteln als Kopfbedeckung und ich erinnere mich noch wage an etwas prekäre Strassenverhältnisse und keine, oder falsche?, Schneeketten für unseren Car :-)

Am allerersten Auftritt als Note.Quetscher spielten wir schon, bevor überhaupt alle Quetscher auf der Bühne waren und liefen einen Umzug, der irgendwie nicht geplant war. Genau an diesem Umzug entstand die Choreographie zu unserem Umzugs-Rhythmus, die tatsächlich auch heute noch gewinkt wird und Muskelkater in den Oberschenkeln verursacht.

Dieses Wochenende war der Startschuss zu dem, was wir heute sind und obwohl wir damals „nur“ Fünfter wurden, haben wir im März 2006 unseren einzigartigen „Note.Quetscher-Geist“, tausend Erinnerungen und eine „Le Matin“-Fahne von der Schweizermeisterschaft in Martigny mit nach Hause genommen!
 
Obwohl damals noch niemand damit gerechnet hatte, lebt genau dieser Geist noch heute und deshalb fand auch die diesjährige Gugge Schweizermeisterschaft nicht ohne uns statt, auch wenn diesesmal ohne Wettbewerbs-Teilnahme.. So verschlug es im April 2014 wieder fast 100 Quetscher nacht Egerkingen, was uns dann doch noch, Kurve gerade noch gekriegt, zurück zum eigentlichen Bericht bringt:
 
Auch bei uns ist die Vorfreude die schönste Freude und so beginnt ein Note.Quetscher-Anlass meist schon Tage vorher im Facebook mit Überflutung von „XY hat sein Profilbild geändert“-Meldungen und die eigene Startseite wird übersät von schaurigen und/oder schwarzen Gesichtern, Online-Packlisten und Koordinationen von Abfahrtszeiten. Die Tage wollen und wollen nicht vorbei gehen und doch stand dann plötzlich der langersehnte Freitag da und winkte und freundlich zu.

Der routinierte Quetscher weiss, je früher man am Treffpunkt ist, desto weniger sind bereits da – ja das ist nur bei uns so! Und so war es auch an dem besagten Freitag im April. Nachdem sich dann alle begrüsst und die Neuen beschnuppert haben, wurde bereits kurz eingespielt und die Turnhalle bezogen, welches der Veranstalter freundlicherweise bereits mit aufgeblasenen Luftmatratzen ausgelegt hat – Danke tuusig!
 
Zusammen mit dem Regen kamen wir dann am Fest an und blieben auch genauso hartnäckig wie das nasse Wetter da. Am Fest gibt’s dann halt mal ein Drinkli und ein Bierli, ein Gspröchli und manchmal auch ein Sprüchli und selten auch ein Witzli und schon bald findet man sich winkend mit Grind und Instrument durch das Festzelt auf die Bühne laufend.

Nach unserem ersten Auftritt an diesem Wochenende gabs dann zur Abwechslung an diesem Abend etwas Regen und vielleicht auch das eine oder andere alkoholische Getränk und natürlich lies auch die Schminkerei nicht lange auf sich Warten, wobei es scheint als gäbe es neuerdings auch farberige (ja das ist ein Wort) Farben als Schwarz, was auch überraschenderweise viel farberige (!) angemalte Gesichter produziert, zur Abwechslung doch auch ein ganz schönes Bild :)


 
Natürlich gehört auch das Grillieren auf dem Lyra-Grill vor der Unterkunft dazu nachdem man von der Securitas freundlich aber bestimmt hinausbegleitet wurde und je näher der Morgen rückte, desto leiser wurde es in Egerkingen und so schlief Quetscher um Quetscher friedlich in der Turnhalle ein .. (un-)logischerweise auch solche, die eigentlich ein Hotelzimmer gebucht hätten.

Der nächste Tag kommt nach solchen Nächten meist früher als erwünscht und so begann der Frühsport am Samstag: Nach einem individuellen Einwärmen mit Früh-genug-aufgestanden-um-zu-Duschen-Duschen, Schwarze-Farbe-vom-Gesicht-Kratzen, Gesicht-wieder-Herstellen, Haare-Bändigen, Wo-habe-ich-mich-ausgezogen-Kleider-Suchen und Ich-mag-noch-gar-nicht-tu-es-aber-trotzdem-Rauchen ging es im langsamen Trott Richtung Instrumenten-Depot. Dort wurde dann locker eingespielt bevor es zum Keine-Ahnung-wie-viele-Kilometer-Marsch zum Gäupark und dort zum ersten Auftritt des Tages kam. Nach dieser überdurchschnittlichen sportlichen Betätigung am Morgen brauchten wir erstmal eine Pause und konnten danach frischgestärkt nach Egerkingen zurückmarschieren, wo wir ein kleines Konzert vor dem Coop präsentieren durfen.
 
Nach dem es im Tea-Room dann kein Bier mehr gab, ging es zur ausgemachten Uhrzeit zurück zum Fest, wo wir zum Fotoshooting antreten und uns anschliessend draussen auf die etwas kleinere Bühne zwängen durften. Am Morgen meinte noch Präsi Rolf, dass er am Auftritt am Tag zuvor den neuen Tambi Benno das erste Mal „gespürt“ hat (ein Schelm, wer Böses dabei denkt!). Und tatsächlich, am Auftritt am Samstag Nachmittag ging mir das auch genau so, denn es ist erheblich einfacher den Tambi zu spüren, wenn man ihn auch sieht und den Posaunenzug nicht in die Rücken der Trompeten-Grün-Spieler drücken muss :)


 
Von da an hatten wir dan viel Freizeit, nämlich bis am Abend mit dem Auftritt im Zelt inklusive Rangverkündigung und da ich ja nicht überall dabei war, lasse ich euch hier ein paar Zeilen frei um eure Erinnerungen aufzuschreiben:

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Wer nicht dabei war, darf versuchen währenddessen folgenden Lückentext zu lösen:

N_te.Q_e_sch_r

 
Der Rest des Abends ähnelte dem Samstag-Abend, wenn auch sehr wahrscheinlich mit anderen Hauptdarsteller, auch Quetscher werden nicht jünger und so genau wie am Tag zu vor kam überraschenderweise der nächste Morgen.

Am Sonntag erwachten alle da, wo sie eingeschlafen sind, was als erheblicher Fortschritt zum Vortag verzeichnet werden kann :). Der Frühsport wurde effizienterweise etwas verkürzt und mit einem zMorge im Festzelt war dann die Ruhe schon vorbei und der Umzug wurde in Angriff genommen.

Nach dem schönen und kurzen und vorallem schön kurzen Umzug spielten wir traditionsgemäss ein kleines Abschlusskonzärtli und durften dann alle unser Gutschein für "Tee und Wienerli" gegen "Wasser und Cervelat" einttauschen – macht ja auch Sinn?!



Sinn machte auch die Rangeverkündigung des Wettbewerbs zum lautesten Guggemusiker. Während des Wochenendes konnte man versuchen mit einem Instrument die meisten Dezibels zu erreichen und wenn wir schon ausser Konkurrenz an diesem Wettbewerb aufgetreten sind, ist es doch umso schöner, dass ein Quetscher diesen speziellen Titel holte. Zappel hat mit seinem Instrument (tztzt) den neuen Rekord aufgestellt – GRATULIERE!

Gratulieren müssen wir an dieser Stelle auch dem Gewinner der Schweizermeisterschaft: die Baukis aus Kriegstetten sind Schweizer Meister 2014 und dies wirklich verdient!
 
Und damit schliesse ich und freue mich auf den Zytsprung in Leibstadt - bis denn ;)

 

Andrea & Beekay

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